Die großen Bausparkassen
Wer in naher oder fernerer Zukunft Wohneigentum erwerben oder ein Haus bauen möchte, der muss rechtzeitig Eigenkapital ansparen. Obwohl die Hypothekenzinsen derzeit sehr niedrig sind, ist ein Bausparvertrag mit seinem konkurrenzlos günstigen Darlehenszins eine wichtige Säule bei der künftigen Baufinanzierung. Die Guthabenzinsen der Bausparkassen liegen zwar auf vergleichsweise niedrigem Niveau, trotzdem kann sich Bausparen auch für den lohnen, der gar nicht bauen oder kaufen will, sondern nur sein Geld möglichst sicher und rentabel anlegen will. Vermögenswirksame Leistungen können auf einem Bausparvertrag angelegt werden und durch die staatliche Förderung in Form von Arbeitnehmersparzulage sowie die Wohnungsbauprämie ist die Rendite durchaus ansehnlich. Vorausgesetzt, die Einkommensgrenzen werden nicht überschritten.
In Deutschland gibt es ca. 25 Bausparkassen, die sich nur in Ihrer Rechtsform unterscheiden.
Die privaten Bausparkassen werden als Aktiengesellschaften betrieben und befinden sich in der Hand von Versicherungsgesellschaften oder Banken. Banken dürfen selbst keine Bauspargeschäfte tätigen, deshalb brauchen sie hierfür eigenständige Tochtergesellschaften als Bausparkassen. Die größten und bekanntesten sind hier z.B. Wüstenrot, Badenia, Bausparkasse Mainz, Leonberger Bausparkasse, Allianz Bauspar AG, Alte Leipziger Bausparkasse, HUK Coburg Bausparkasse, Dresdner Bausparkasse, Vereinsbank Victoria Bausparkasse, Heimstatt Bausparkasse und noch einige mehr.
Eine Sonderform ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Diese gehört der DZ-Bank, deren Eigentümer die Volks- u. Raiffeisenbanken sind. Eine andere Sonderform war bis 2005 das BHW (Beamtenheimstättenwerk), das vom Deutschen Beamtenbund und dem DGB getragen wurde. Seit 2006 gehört das BHW zur Postbank.
Eine weitere große Gruppe sind die Landesbausparkassen LBS, die überwiegend in der Trägerschaft eines oder mehrerer Bundesländer und der Sparkassenorganisation sind. Als Mitglieder im Deutschen Sparkassen- und Giroverband werden sie von der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen betreut.
Alle Bausparkassen sind an das Bausparkassengesetz und die Bausparkassenverordnung gebunden. Ebenfalls allen gemeinsam ist die sogenannte Abschlussgebühr, die zwischen einem und 3 der Bausparsumme beträgt.
Wer sich weitergehend über die von ihm ins Auge gefasste Bausparkasse und deren Verträge informieren möchte, der sollte im “Finanztest” der Stiftung Warentest die entsprechenden Tests und Bewertungen lesen.